Herr Dr. Maximilian Möller erhält das renommierte Walter-Benjamin-Stipendiums der DFG als besondere Anerkennung für sein wegweisendes Forschungsprojekt „Serumproteomics zur Identifikation nicht-invasiver Biomarker zur Quantifizierung der Tumorinvasionskapazität bei Patienten mit kolorektalen Lebermetastasen“!
Ziel des Projekts ist es, Biomarker im Blut zu identifizieren, die das Wachstumsverhalten von Lebermetastasen erfassen können und so eine Prognoseabschätzung und individualisierte Therapieplanung erlauben.
Bei kolorektalen Lebermetastasen lassen sich histopathologisch zwei verschiedene Wachstumsmuster beobachten: „replacement“-Metastasen sind durch ein infiltratives, ersetzendes Wachstum von Tumorzellen in das umliegende Lebergewebe gekennzeichnet, während bei „encapsulated“-Metastasen die Hepatozyten durch eine stromale Grenzschicht von den Tumorzellen getrennt sind. „Encapsulated“-Metastasen sind mit einem günstigeren klinischen Verlauf assoziiert, lassen sich allerdings aktuell nur in der histologischen Untersuchung erkennen.
Vorarbeiten der Arbeitsgruppe von Marco Gerling am Karolinska-Institut zeigen, dass aktive Tumorinvasion, wie sie bei „replacement“-Metastasen vorkommt, eine spezifische Reaktion benachbarter Hepatozyten auslöst. Erste Analysen deuten darauf hin, dass sich diese auch systemisch im Serum nachweisen lässt.
Im Rahmen dieses Stipendiums wird Herr Dr. Möller am Karolinska-Institut in Stockholm (Schweden) forschen. Die Gesamtlaufzeit beträgt 18 Monate.
Wir gratulieren Herrn Dr. Möller herzlich zu dieser herausragenden Auszeichnung und wünschen Ihm viel Erfolg für dieses wegweisende Forschungsprojekt!




